Natur erleben  –  Kreativität entfalten  –  Lebensqualität stärken 

Mai 2022

Fortbildung mit ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen im Wilden Garten  

zum Thema "Lebensspuren erkunden, verweben, verknüpfen"








April 2022 

Drechselarbeiten aus Apfel-, Mirabelle- und Spilling-Schneebruch





Drehkugelschreiber aus Spillingholz

Rollerballschreiber aus Apfel und Mirabelle



Gefäß aus Mirabelle

Gefäße aus Apfel-Schneebruch



März 2022

Der Spilling blüht

Der Spilling, auch Spille, Kirschpflaume, Katharinenpflaume oder Spenling genannt, ist eine Unterart der Pflaume. Er steht der Hafer-Pflaume nahe.
In den wilden Gärten wuchert er ganz wild und bildet in jedem Jahr als Erste von allen Obstgehölzen eine Fülle von weißen Blüten
so auch in diesem Jahr.
Im Herbst trägt er trägt reichlich gelbe , bei anderen Verwilderungen auch rote oder blaue Früchte, aus denen sich ein wohlschmeckendes Kompott zubereiten läßt.

Und das Holz :

Starke Farbkontraste in verschiedensten Tönen vom weißen Splint bis zu markanten dunklen Linien von dunklem Grau und Braun neben dem Kern.
Hier ein paar Bilder von der Holzernte und der ersten Verarbeitung.







Februar 2022

Schneebruch im Januar

Im Januar gab es in den Wilden Gärten eine Nacht mit kräftigem Schneefall. Einige der ca. 60 - 70-jährigen Apfel-, Mirabellen- und Pflaumenbäume brachen unter der Schneelast.


Bei der Aufarbeitung des Holzes zeigten sich zumTeil wunderbare Farb- und Struktur-Variationen:


Getrocknet und in Form gebracht entstand eine kleine Edition "Schneebruch":


Diese beiden Becher aus Apfel- und Pflaumenholz erzählen mit ihrer Maserung 70 Jahre Leben als Baum bis zum Schneebruch:



Hier ein kleiner Pflaumenbecher mit einem Rollerball-Schreiber aus Mirabelle vor einem Pflaumenbruch:


Fallminen- und Rollerballschreiber aus Mirabellen- und Apfel-Schneebruch:




Mariella webt sich einen Röckchenstoff





Januar 2022

FEAR NOT MOHAIR WEAVE-ALONG

Ein Mohair-Seide-Schal entsteht: 







Schal "Leila", Handweberei WERKSTATT WEGWARTE 1/2022



Rhapsody in Blue ...

Himmel und Meer

Weite und Tiefe

Sehnsucht und Zufriedenheit

Melancholie und Ruhe

Ausgleich und Klarheit

Besinnung und Entspannung

fliessen und fliegen

... 

Wandteppich - Handweberei WERKSTATT WEGWARTE 12/2021

 




November 2021

Der Wilde Garten:

Ein reiches Gartenjahr nähert sich dem Ende:

Es begann im Frühjahr mit der bisher größten Population von  Kröten und Feuersalamandern in unseren 3 kleinen Teichen

Im wilden Kirschwald haben wir die älteren Stämme geerntet und damit Licht und Luft für die jüngeren Linden, Hainbuchen, Eichen, Ebereschen, Ahorn, Birken und Kirschen geschaffen.

Das Beerenfeld wurden durch Aroniabüsche erweitert, die Gemüse-Hochbeete aufgestockt und neue Pflanzbereiche angelegt. 

Der Sommer schenkte uns reiche Ernte an Gemüse, Kartoffeln und Salaten und viele, viele Kräuter.

Der Herbst brachte eine kleine Apfelernte, dafür aber eine reiche Quittenernte.

Nun mulchen wir sämtliche Pflanzbereiche mit Heu und Stroh und bereiten sie auf die kommenden kälteren Temperaturen vor.

 


Aus den Werkstätten:

Mit Ligusterbeeren und Färberwaid aus dem Wilden Garten und Umgebung färben wir selbstgesponnene Wolle



Ein großer Schärbaum zur Herstellung von langen Webketten wird konstruiert und gebaut

Eine erste 5-farbige Webkette mit 280 Fäden und 25m Länge ist fertiggestellt



Verschiedene Webstühle sind im Einsatz: Kontermarsch-Webstühle, Hochwebstuhl, Gatterkammwebstuhl, Bänderwebstühle




In der Holzwerkstatt entstehen feine Schreiber aus Rebholz, Barriqueholz, Eberesche 

und anderen Hölzern:

 




 

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20. März 2021

FRÜHLINGSANFANG  –  FRÜHLINGS-Tag-und-Nacht-Gleiche


Schneegestöber und Sonnenschein im Wechsel

Immer heller werdende Tage - immer kürzere Nächte

Winter ade ...


Aufstrebendes Grün aus der Erde

Aufspringende Knospen an den Beerensträuchern

Erste Wildkräuterernte zum Salat


Die Aktivitäten verlagern sich

auch in der WERKSTATT WEGWARTE

immer öfter von Drinnen nach Draußen


Einige schöne Dinge,  die in den letzten Wochen in der Web- und Nähstube entstanden sind:




Vorbereitungen des Garten-Frühlings durch 

Aussaat und Voranzucht von Gemüse-, Blüten- und Färbepflanzen:




Die Wandlung des Werkstatthofes in einen Hofgarten

mit Pflanzbeeten:




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12. Januar 2021

DAS NEUE LICHT IST DA

die 6 dunkelsten Wochen dieses Winters sind vorbei

es ist deutlich zu spüren und zu erkennen


Wir gehen mit neuer Energie, 

nach draußen,

wandern durch die Felder, durch den Wald, 

besuchen den wilden Garten

Wir staunen über die Knospen an den Bäumen,

die von Tag zu Tag dicker werden

Wir studieren die Erde, erstellen Pläne

sortieren die Samen, Stecklinge,  ...


In der warmen Webstube 

finden sich Farben und Fäden 

zu neuen Mustern,

textile Strukturen in Geweben entstehen

immer wieder neu, 

immer wieder anders

und in der Küche können wir jetzt

die gesammelten Vorräte verarbeiten

Jede Mahlzeit ist ein Fest, 

eine kleine Geste der Dankbarkeit 

für das, was uns im letzten Jahr 

die Natur zur Verfügung gestellt hat


Wir wünschen uns und allen

ein gutes gelingendes Jahr 2021

und sind gespannt, was auf dem Weg durch dieses Jahr

auf uns wartet, dass es neu ins Licht kommen darf.


Herzlich, das Team der WERKSTATT WEGWARTE



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24. Dezember 2020 bis 06. Januar 2021

Die Zeit der Raunächte, der 12 Tage und Nächte

zwischen Weihnachten und Hl. 3 Könige


Es ist die Zeit "zwischen den Jahren" 

eine schwebende Zeit 

eine Zeit der Besinnung, der Innigkeit, der Innerlichkeit

eine Zeit, in welcher in der tiefsten Dunkelheit 

das Licht neugeboren wird, 

das in der Christenwelt als 

die Geburt des Heilandes, des Christ-Kindes gefeiert wird.


In der Natur ist es in unseren Breitengraden die Zeit der Winterstürme. 

Daraus wurde in der mdl Überlieferung die „Wilde Jagd“, die um Haus und Hof fegt.

In den Märchen ist je nach Region von Perchta, Holda oder Frau Holle die Rede.

Sie wurden sanftmütig gestimmt, indem man ihnen z.B. Plätzchen vor die Haustüre stellte

oder etwas von dem verschenkte, was einem besonders wertvoll war.


Die Tiere zeigen besondere Verhaltenweisen in dieser stürmischen Zeit.

Aber auch bei den Pflanzen geschieht in der Tiefe der Erde eine Verwandlung.

Für sie zeigt das neue Licht mit Beginn des neuen Jahres dass der neue Zyklus nun wieder beginnt 

und das Rad des Jahreskreises neu angeschoben wird.


Dass das Vertrauen in die grüne Kraft alles Lebendigen nicht verloren geht,

wurde von Alters her bis heute mit dem Grün der Tannen und Fichten u.ä. gefeiert. 

Man holt sie sich ins Haus, schmückt sie und feiert das Leben, 

das Überleben in den Beginn des neuen Jahres hinein.


Mit dem Räuchern von Kräutern, so wird erzählt, 

wurden die Ställe gereinigt und die Zimmer in den Häusern geweiht.

Man verband oder verbindet sich mit den heilsamen Kräften und Mächten

der Ahnen, den menschlichen Vorfahren und der geistigen Welt. 

Das Räuchern ist eine der ältesten Traditionen der Menschheit.

Wer sich in diese Tradition stellt, kann sich selbst erfahren als Teil des großen Weltgeschehens.


Die Rituale der Raunächte, wie immer sie heute gefeiert, erlebt und begangen werden 

sind lebensbejahend und zukunftsweisend,

sie können uns helfen, verborgene Möglichkeiten neu zu entdecken und zu erfahren.


In der WERKSTATT WEGWARTE sind in den letzten Tagen und Wochen

handgewebte BÄNDER entstanden, Zeichen und Symbole der Verbindungen 

von Altem zu Neuem

vom alten Jahr zum neuen Jahr

vom abnehmenden Licht zum neuen Licht für die neue Zeit

von den überlieferten Traditionen zu unseren Gebräuchen heute

Die Bänder als Symbol für 

Verbindungen zueinander in kontaktbeschränkten Zeiten

mit

  • immer neuen Kombinationen,
  • der immer gleichen Anzahl von Fäden, 
  • und den immer gleichen Farben

               ROT  - die Farbe der Freude, der Energie, des Feuers 
               WEIß  - die Farbe der Reinheit, des Winters, der Lichts 
               GRÜN  - die Farbe der Lebendigkeit, der Hoffnung, der LebensKraft
















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02. Dezember 2020:

ER IST DA DER WINTER – eine Zeit der Tiefe, der Dunkelheit, des Rückzugs 

Zeit der Erinnerungen und der Besinnungen auf das Wesenhafte, das Eigentliche

In der WERKSTATT WEGWARTE bahnt die Zeit ihre Spuren:

...in der KÜCHEN-Werkstatt verarbeiten wir Hagebutten als Vitamin-C-Knaller für den Winter





... im WILDEN GARTEN

wird Totholzgestrüpp aufgeklart und ein Beerenfeld neu angelegt in Erwartung des nächsten Frühlings

 




... in der HANDWEBEREI
entstehen  vielfältige Muster aus Schwedengarnen, Farbspiele gestalten sich zu wundersamen Bändern, symbolhaft verweben sich Gedanken-Verbindungen in die entstehenden Strukturen hinein.
Und: je dunkler die Tage draußen, desto bunter und leuchtender die Farben ...








 

... in der LEBENS-Werkstatt

verarbeiten und bearbeiten wir in Stille jede*r für sich, aber auch in vielen Gesprächen die Nachrichten,  Meinungen und Botschaften, die von außen in vielfältiger Weise an uns herangetragen werden. 

Wir versuchen, unsere eigenen Standpunkte zu klären und zu finden und unsere Lust am schöpferischen Gestalten und unsere Kreativität zu spüren und zum Ausdruck zu bringen.